Im Mittelpunkt stand nicht ein einzelnes Produkt, sondern das Zusammenspiel aus Regaltechnik, Fahrzeug, Hardware und Software. Am Beispiel des Fachbodenregals HI280 wurde gezeigt, wie aus bewährten Komponenten eine skalierbare Kommissionierlösung für das Bestandslager entsteht.
Lösungskompetenz am konkreten Use Case
Das Fachbodenregal HI280 wurde bewusst nicht als Einzelprodukt präsentiert, sondern als Teil eines integrierten Systems. In Kombination mit einem Work Assist Vehicle, zusätzlicher Batch‑Picking‑Hardware und der Anbindung an das Warehouse Management System TCPlus entstand eine praxisnahe Lösung für die manuelle Kommissionierung im Bestandslager.
Die Leistungsfähigkeit dieser Lösung lässt sich klar belegen:
- 744 Fachböden auf einer Regalhöhe von 4.600 Millimetern
- Rund 3.000 empfindliche Produkte ergonomisch zugänglich
- Nur 460 Quadratmeter benötigte Grundfläche
- 1.000 Millimeter Gangbreite für einen sicheren Person‑zur‑Ware‑Prozess
Diese Kennzahlen zeigen deutlich, dass es sich nicht um ein Demonstrationsobjekt handelt, sondern um eine belastbare Lösung für den realen Betrieb.
Digitale Prozesslogik mit TCPlus und Batch Picking
Der mechanische Aufbau wird durch eine digitale Prozesslogik ergänzt. Batch‑Picking‑Hardware ermöglicht die parallele Bearbeitung mehrerer Aufträge und reduziert Laufwege sowie Fehlgriffe. Die Steuerung erfolgt über TCPlus.
TCPlus strukturiert Aufträge, Bestände und Kommissionierlogik softwareseitig und verbindet Regal, Fahrzeug und Peripherie zu einem durchgängigen Prozess. Die Lösung bleibt dabei übersichtlich, skalierbar und für unterschiedliche Ausbaustufen vorbereitet.

Automation Ready statt Insellösung
Der gezeigte Use Case verdeutlicht, was Automation Ready in der Praxis bedeutet. Mechanische Systeme werden von Beginn an so ausgelegt, dass sie mit Software, Ident‑Technik und Prozesssteuerung zusammenspielen können.
TCPlus übernimmt dabei die Rolle einer offenen Steuerungsebene. Manuelle Prozesse lassen sich strukturiert abbilden, visualisieren und später ohne Systembruch automatisieren oder erweitern. Dieser Ansatz ermöglicht es, mit überschaubarem Invest zu starten und die Lösung schrittweise weiterzuentwickeln.
Ein gemeinsames Fundament
Regal, Fahrzeug, Hardware und Software werden als modulare Systeme gedacht, nicht als Einzelprodukte. Das Zusammenspiel aus Engineering, Fertigung und Digitalisierung schafft Lösungen, die heute wirtschaftlich sind und morgen technologisch anschlussfähig bleiben.